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LOP Newsletter · Juli 2026
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Kohlenstoff im Boden, Stickstoff für die Folgefrucht
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Zwei Dauerversuche aus der Juli-Ausgabe: Schafe, die Humus aufbauen, und Zwischenfrüchte, die den Maisertrag messbar heben.
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Diese Ausgabe blickt darauf, was der Boden zurückgibt, wenn man ihn richtig füttert. Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau zeigt in einem Dauerfeldversuch, wie die Ackerbeweidung mit Schafen den organischen Bodenkohlenstoff mehrt. Und die Landwirtschaftskammer NRW belegt nach drei Versuchsjahren, welchen Vorfruchteffekt Zwischenfrüchte auf Körnermais haben, ganz ohne zusätzliche Düngung.
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Dauerfeldversuch · Ackerbeweidung
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Foto: Joachim Bischoff
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Schafe auf dem Acker
Wie Weidereste den organischen Bodenkohlenstoff langfristig mehren
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Die Ackerbeweidung mit Schafen hat in der modernen Landwirtschaft an Bedeutung verloren, bietet aber weiterhin wichtige ökologische Vorteile. Auf zwei standorttreuen Dauerfeldversuchen in Bernburg-Strenzfeld untersucht die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) im Bundesprogramm Ökologischer Landbau, welchen Nutzen sie für eine ressourcenschonende Landwirtschaft hat. Weil Schafe gezielt Blätter und krautige Pflanzenteile fressen und rohfaserreiche Bestandteile meiden, bleibt ein Weiderest mit hohem Rohfaseranteil zurück, der dem Boden zugeführt wird.
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Aus dem Versuch:
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450 Merinofleischschafe beweideten Hafer-Luzerne- und Weizen-Luzerne-Mischanbau sowie Sommerzwischenfrüchte auf 0,5 bis 1,0 ha großen Koppeln
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Im Weiderest halbiert sich der Anteil leicht zersetzbarer Pflanzenteile, während die schwer zersetzbaren Gerüstsubstanzen zunehmen (Rohfaser: 251 auf 367 g/kg TM)
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Dieser rohfaserreiche Weiderest fördert langfristig die Speicherung von organischem Kohlenstoff im Boden, bei gleichzeitigem Futterzugewinn für die Tiere
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Ackerbau · Zwischenfrüchte
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Versuch in Greven, links Strohkontrolle, rechts nach Inkarnatklee. Foto: Günter Klingenhagen
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Deutlich positive Effekte
Welchen Vorfruchteffekt Zwischenfrüchte auf Körnermais haben
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Zahlen sich Zwischenfrüchte auch monetär über einen Mehrertrag in der Folgefrucht aus? Dieser Frage geht die Landwirtschaftskammer NRW in einem vierjährigen Versuch (2022 bis 2025) an mehreren Standorten nach. Nach der Getreideernte wurden verschiedene Zwischenfrüchte in Reinsaat oder als Mischung ausgedrillt und gegen eine Strohkontrolle ohne Zwischenfrucht verglichen. Wichtig: Der Mais wurde weder gedüngt noch mit Unterfußdünger versorgt, die Unterschiede gehen also allein auf die Vorfrucht zurück.
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Die Ergebnisse nach drei Jahren:
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Winterharte Kleearten wie Weiß- und Inkarnatklee wirkten am deutlichsten: nach Weißklee wurden bis zu 41 Prozent Mehrertrag gegenüber der Strohkontrolle gemessen (2024)
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Unter Mais nach Weißklee standen rund 50 kg/ha mehr N min zur Verfügung als nach der Strohkontrolle, ohne jede Düngung
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Auch 2025 lagen die winterharten Leguminosen mit 25 bis 30 Prozent Mehrertrag vorn, der Effekt zeigte sich an beiden Standorten in gleicher Weise
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Warum die Effekte im ersten, trockenen Versuchsjahr noch ausblieben, welche Zwischenfrucht-Mischung sich nach den bisherigen Erfahrungen anbietet und wie sich der Stickstoffeffekt über die Niederschläge erklären lässt, liest du im Beitrag von Günter Klingenhagen und Christin Böckenförde (Landwirtschaftskammer NRW) in der aktuellen LOP-Ausgabe.
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